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Waldsterben 2.0 - Forstpolitik versteckt sich hinter neuen Fronten!

Das wollen Bürger: Gesunde, naturnahe Wälder. Profit muss im Staatswald endlich nachrangig werden!
Das wollen Bürger: Gesunde, naturnahe Wälder. Profit muss im Staatswald endlich nachrangig werden!

 

Die hier wiedergebenene Facebook - Diskussion zwischen dem Bund Deutscher Forstleute (BDF) und uns Bürgervertretern (BBIWS) ist uns enorm wichtig, denn sie baut Fronten auf, die wir in einer Zeit, in der die Wälder zusammenbrechen, überhaupt nicht brauchen können und die vom eigentlichen forstwirtschaftlich-strukturellen Problem ablenkt.

 

Ständig wird die Diskussion um den bösen Bürger und den abtrünnigen Waldexperten, der völlig unberechtigt die Förster beschimpft, angeheizt. Aber NEIN - der Förster war und ist die einzig zugängliche Adresse für den Bürger vor Ort. Deshalb: bitte doch nun endlich in den eigenen Reihen die "Schuldigen" suchen und mit ihnen lebhaft diskutieren. Wir Bürger warten schon lange - übrigens schon seit der Forstreform und nicht erst seit den spektakulären Dürrejahren mit Waldsterben 2.0 - auf eine gute forstinterne und kontrovers forstpolitisch motivierte Diskussion, die den Förster selbst entlastet! Wo bleibt sie? Stattdessen werden ablenkende Fronten aufgebaut. Völlig sinnlos in der Sache!

 

Bund Deutscher Forstleute:
Zur Erinnerung: die Forstpolitik wird nicht von Forstleuten und Waldbesitzern gemacht sondern von den uns allen in freier, gleicher und geheimer Wahl gewählten Parlamenten. Als vor 25 Jahren die Forstreformwelle über die Republik geschwappt ist und überall Landesforstbetriebe und Landesforstabstalten mit erwerbwirtschaftlicher Ausrichtung gegründet worden sind, waren wir vom BDF die einsamen Rufer in der Wüste. Die Natutschutzverbände haben sich weggeduckt und von einer BBWIS weit und breit noch nichts zu sehen! Aber Danke, dass ihr pauschal auf uns einprügelt...😢

 

Bürgerinitiative Zukunft Stuttgarter Wald:
Niemand „prügelt“ auf die Forstleute ein. Es geht um Argumente. Herzlich Willkommen zu einer guten Diskussion. Vielleicht finden wir ja eine gemeinsame Linie.

 

BBIWS - Bundesbürgerinitiative Waldschutz:
Bürger meldeten sich in Sachen Wald erst zu Wort, seit sie die Vorgänge in den Wäldern, von denen es immer hieß "die Förster wissen schon, was sie machen - es sind die Profis" nicht mehr nachvollziehen konnten und auch heute trotz aller versuchten forstlichen Belehrungen noch nicht können. All die vielen Bürgerbeschwerden in den Leserbriefen der Regionalzeitungen etwa wurden abgewiegelt mit dem Tenor, das sei alles normal, man müsse sich keine Sorgen machen. Man solle den forstlichen Fachmännern- und frauen unkritisch vertrauen...

 

Warum ist es eigentlich für die Förster so schwer, in den eigenen Reihen und dann eben gerade gegenüber der Forstpolitik ihrem Ärger Luft zu machen und dort aufzuräumen, wo die fatalen Waldentscheidungen herkommen? Jeder weiß, dass Bürgerinitiativen in der Regel vor forstpolitisch verschlossenen Türen stehen und den Naturschutzverbänden kaum Zugriff gewährt wird. Hier wird ganz gezielt auf die Menschen geschimpft, die sich PRO NATUR, PRO WALD einsetzen und als Ansprechpartner eben ganz gezielt nur die Förster hatten und haben. Wen denn sonst? Das war in der Forstpolitik so gesteuert und genau so gewünscht. Das ist nun eben das Ergebnis. Deshalb: endlich die offensichtlich verantwortliche FORSTPOLITIK in den Ring schicken und froh sein, dass die Bürger für den Wald und gegen überbordende Wirtschaftsinteressen kämpfen!