22. November 2020
Die UN und die EU propagieren die Strom- und Wärmeerzeugung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz als klimaneutral. Ihre zero-emission-strategy hat nur einen Haken, wie die EASAC schreibt: Das Kohlendioxid, das die Bäume in 50 bis 150 Jahren ihres Wachstums aufgenommen haben, wird jetzt und heute in die Atmosphäre geblasen. Neugepflanzte Bäume brauchen bis morgen und übermorgen, nämlich ein paar Jahrzehnte, bis sie überhaupt erkleckliche CO2-Mengen wieder binden.

20. November 2020
Um den umstrittenen Autobahnausbau der A49 und die damit verbundene Rodung des noch verbliebenen Dannenröder Waldes noch schneller voranzutreiben, kam es am 15 . November - wie schon zuvor - zu wenig "heiligen" Handlungen: Während auf Friedhöfen und Ehrenmälern um Frieden gebetet wurde, ließ die schwarz-grüne Landesregierung zum Entsetzen von Umwelt- und Klimaschützern im Eiltempo weiter Baumhäuser zerstören, um auch noch den letzten Abschnitt Waldnatur zu roden.

18. November 2020
Was könnte zum bevorstehenden Weihnachtsfest besser passen, als ein Buch über den Tannenbaum. Der Forst- und Rechtswissenschaftler Wilhelm Bode, in den 1980er Jahren Chef der staatlichen Forstverwaltung im Saarland und dortiger Vorreiter des kahlschlagfreien Dauerwalds, hat ein nuancen- und detailreiches Porträt über diese Baumart geschrieben. Gleich im Eingangskapitel beschreibt er die Rolle der Tanne im deutschen Weihnachtsbaumkult und deckt einen weit verbreiteten Irrtum auf: Denn seit...

10. November 2020
Die Diskussion um Windkraft im Wald bewegt viele Waldschützer. Dabei geht es nicht um ein „Nein zur Energiewende“, sondern vielmehr um ein äußerst sorgfältiges Abwägen der Vor- und Nachteile von WKA-Standorten im sensiblen Naturraum Wald. Dazu müssen vor Ort die spezifischen Gegebenheiten umfassend ökologisch beurteilt werden. Gerade in Zeiten der durch Dürre, Stürme und nachfolgenden Borkenkäferbefall entstandenen Kalamitätsflächen im Wald sind noch intakte Wälder besonders zu schützen.

10. Oktober 2020
"Ohne Bäume keine Träume“, "Wir brauchen unseren Wald, zum Menschheitserhalt", wissenschaftliche Tatsachen in die so einfachen wie prägnanten Forderungen der Demonstranten gefasst. Der Wald ist ein Speicher für Kohlenstoff und gleichzeitig eine Senke für das klimawirksame Gas Kohlendioxid (CO2). Dennoch werden immer wieder Wälder aus Profitgier gnadenlos abgeholzt, weltweit. In Deutschland gilt die Verkehrssicherheit als das Totschlagargument für viele Bäume.

09. Oktober 2020
Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/ Die Grünen) hat am 8. Oktober 2020 vor Repräsentanten der Region und Pressevertretern die seit Jahren diskutierte Erweiterung des Nationalparks „Kellerwald-Edersee“ bekanntgegeben. Hinz: „Ich freue mich sehr, dass mit dem heutigen Inkrafttreten der neuen Verordnung über den Nationalpark die Erweiterung erfolgreich vollzogen ist.“

30. September 2020
Schon in wenigen Tagen sollen die Rodungsmaschinen im Dannenröder Wald die Fällungen aufnehmen. Im märchenhaften Maulbacher Wald (siehe Bild zur Rodung alter Bäume oben!), einem besonderen Naturschutzgebiet aufgrund seiner Baumriesen und einer eiszeitlichen Rinne, wurden bereits traurige Fakten geschaffen und erste alte Laubbäume gefällt, trotz des noch laufenden Klagverfahrens des BUND Hessen.

20. September 2020
Am 03. September 2020 erschien die gefeierte Pressemitteilung des Umweltministeriums RLP: „Alte, geschlossene Buchenwälder werden im rheinland-pfälzischen Staatswald besonders vor den Folgen des Klimawandels geschützt, indem dort vorerst keine planmäßige Holzernte mehr stattfindet“. Was Waldschützer im streng geschützten Naturschutzgebiet „Pfälzer Moorniederung“ entdeckt haben, bestätigt aber die Ankündigung eher als reines Lippenbekenntnis.

13. August 2020
Dass Buchenwälder immer noch – mitten in Deutschland – aktiv vernichtet und zu Fichten-Äckern degradiert werden können, stellt letztlich auch eine Bankrotterklärung der gültigen Forst- und Naturschutzgesetzgebung bzw. jener Stellen dar, die diese rechtlichen Vorgaben umzusetzen haben. Die Gesetze sanktionieren das Prinzip der Kahlschlagwirtschaft nicht; sie legalisieren es sogar.

13. August 2020
Am 29. Mai hat die bayerische Staatsregierung nach langem Zögern einige Naturwaldbereiche in Bayern ausgewiesen. Der Spessart findet in der Verlautbarung nicht einmal eine Erwähnung! Kein einziger zusätzlicher Hektar Naturwald im Spessart, der die größten Vorkommen alter Laubwälder in ganz Bayern besitzt und gerade deshalb vor vier Jahren als aussichtsreicher Kandidat für einen dritten Nationalpark in Bayern diskutiert wurde.

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